Projekt Piennolo-Tomaten im Selbstanbau, Tag 1

Piennolo-Tomaten

Bevor wir letztes Jahr Piennolo-Tomaten ins Sortiment genommen haben, waren sie mir noch kaum ein Begriff. Doch auf der Reise nach Kampanien lernte ich die kleinen Tomaten kennen, die an den Hänge des Vesuvs wachsen und eine besonders dicke Schale und einen geringen Wassergehalt haben. Auf dem Dachboden unseres Tomatenbauern Pasquale Imperato sah ich die Trauben hängen, in denen die lange haltbaren Tomaten zur Lagerung aufgehängt werden. Von Pasquale erfuhr ich auch, dass die Piennolo-Tomaten sich von der Ernte im Spätsommer bis Weihnachten halten und dann als Delikatesse genossen werden. Mein Interesse war geweckt. Irgendwann kam ich dann auf die Idee, einen Versuch des Anbaus zu starten. Besonders aussichtsreich ist es nicht, denn mit einem Klima wie an den Hängen des Vesuvs kann ich weder in meinem Gärtchen noch in der Fensterbank dienen, aber einen Versuch ist es wert.

Kauf der Samen und Warten

Doch zunächst musste ich an die Samen kommen, denn die gibt es nicht in jedem Gartenmarkt zu kaufen. Erst überlegte ich, die Samen der Dosentomaten aufzuheben, aber das war mir dann doch eine zu große Sauerei. Bei Recherchen im Internet stieß ich auf einen Shop in der Schweiz, der alle möglichen Arten von Tomaten und Paprika verschickt. Dort bestellte ich – im September, glaube ich – ein Tütchen Samen und begann zu warten. Auf der Seite stand, dass die Auslieferung erst im Dezember oder gar Januar beginnen würde. Das fand ich seltsam, vertraute aber darauf, dass alles mit rechten Dingen zugehen würde. So teuer waren die Samen auch nicht gewesen und der Verlust hätte nicht allzu sehr geschmerzt.

Anfang Januar, ich hatte es schon fast wieder vergessen, hatte ich Post aus der Schweiz. Es sah aus wie ein ganz normaler Brief und ich grübelte auf dem Weg vom Briefkasten ins Haus, wen ich in der Schweiz kenne. Als ich den Brief dann öffnete, fiel mir wieder ein, dass die URL auf „.ch“ geendet hatte. Dann musste ich erstmal wieder recherchieren, wann man die eigentlich aussät. Die Quellen im Internet stimmten überein, dass ungefähr Mitte Februar ein guter Zeitpunkt sei. Daher habe ich heute einige der Samen zusammen mit ein paar Lagen Taschentuch in ein kleines Schälchen gegeben, mit Wasser benetzt und warte jetzt darauf, dass sie keimen.

Wenn es dann soweit ist, werde ich sie in Erde geben. Ich überlege, ob ich mir irgendwo Vulkanerde besorgen sollte, aber ich weiß bisher nicht, wo. Falls es jemand weiß, bitte im Kommentar posten.

9 Gedanken zu „Projekt Piennolo-Tomaten im Selbstanbau, Tag 1&8220;

  1. Suche verzweifelt nach einem OnlineShop, der Samen der Piennolo Tomate anbietet (Schweiz). Würde mich sehr freuen von ihnen zu hören.

    Gruß
    Nicole

  2. Suche auch verzweifelt nach pienollo tamaten samen. Ich habe die Sorte in der Geo Spezial Italien entdeckt und würde auch gerne den Versuch starten diese Tomate anzupflanzen

    würde mich sehr freuen von Ihnen zu hören.

    Herzliche Grüße

    Bernd Vangerow

  3. Ich habe (hier in Duisburg) etliche kleinere Zöglinge, teils schon mit Blütenansätzen, meiner großen „sizilianischen, reich tragenden Mutterpflanze“, die ich aus den Samen von frischen Pienollo-Tomaten, die mir meine Eltern von einer Sizilienrundreise letztes Jahr mitgebracht hatten, gezogen habe.
    Die „Zöglinge“ kann man bequem und problemlos aus den Geiztrieben gewinnen, die man bei Stabtomaten regelmäßig entfernen muss.

    Gerne würde ich welche an einen Selbstabholer verschenken.

  4. Ach ja, die Tomaten stammten aus der Gegend von Pompeji, dass ich sie trotzdem „sizilianisch“ nenne, ist geographisch wissentlich falsch…

    Ich sollte noch erwähnen, dass ich dem admin gestatten würde, meine Email-Adresse bei Interesse weiterzuleiten.

    1. Buongiorno! Vielen Dank für Ihre Anfrage! Momentan führen wir keine frischen Tomaten im Sortiment…ich kann Ihnen aber unsere Piennolo-Produkte ans Herz legen. Die Soßen sind wirklich köstlich! …und ja, es stimmt! Piennolos haben eine sehr dicke Schale und sind dadurch wirklich sehr lange haltbar! In diesem Blogbeitrag finden Sie weitere Infos: http://blog.gustini.de/italien/kampanien/piennolo-tomaten! Viel Spaß beim Lesen! Grazie e arrivederci!

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